Dawit Garedscha Kloster

Dawit Garedscha (georgisch: დავითგარეჯა) gilt als das älteste Kloster Georgiens. Es liegt im Osten des Landes,  an der Grenze zu Aserbaidschan am Berg Udabno. Der Name geht auf den Dawit zurück, einen der “dreizehn syrischen Väter”, der im 6. Jahrhundert in der Wüste Garedscha lebte und dieses Kloster gründete. Da Dawit sebst zunächst in einer Höhle lebte, siedelten seine Nachfolger ebenso in den Höhlen, die sie teilweise neu in den Sandstein gruben und so diesen und die umliegenden Hügel zu Kloster-  Kirchenräumen ausbauten.

Dieses zentrale Kloster ist von einigen weiteren Klostern umgeben, die später entstanden: Bertubani (heute in Aserbaidschan), Dodorka, Zamebuli, Natlismzemeli, Udabno und Tschitschchituri. Historisch fällt die Entstehung dieser Kloster in die Zeit als die georgischen Prister nicht mehr an den Synoden der Armenischen Kirche in Dvin (552) teilnahmen, da sie die monophysistische Lehre der Armenischen Kirche nicht akzeptierten, die um diese Zeit für Armenier verbindlich wurde.

Im 10. Jahrhundert wurde die Anlage von Seldschuken stark zerstört. Doch unter dem Dawit dem Erbauer erlebten die Daredscha-Kloster ihre Blütezeit. Mit mehreren Hundert Mönchen wurde das Kloster zum Zentrum der Kultur in Ostgeorgien. Auch nach der mongolischen Invasion und nach den Zerstörungen und Vertreibung der Mönche durch Türken und Perser lebte das Klosterleben immer wieder auf.

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